27. September 2018

Zahnfleischbluten

Schon mal erlebt? Abends haben Sie sich die Zähne geputzt, und beim Ausspülen festgestellt, dass Blut im Zahnpastaschaum war. Sollten Sie sich deswegen Sorgen machen?

Blutendes Zahnfleisch wird durch Entzündungen verursacht, welche wiederum von Bakterien ausgelöst werden. Diese Bakterien vermehren sich in der sogenannten Plaque, einem Gemisch aus Speiseresten, Speichel und Bakterien. Dieser Nährboden für Bakterien wird normalerweise beim Zähneputzen entfernt. Wenn die Zähne allerdings nicht richtig geputzt werden, bleiben Reste von Plaque an schwer zu erreichenden Stellen zurück. Besonders die Zahnzwischenräume bedürfen hier besonderer Aufmerksamkeit, hier beginnen die Entzündungen zumeist.

Faktoren, wie z.B.: Diabetes, Rauchen, Zahnprothesen aber auch hormonelle Schwankungen, wie z.B.: während einer Schwangerschaft oder in der Pubertät, begünstigen Zahnfleischentzündungen zusätzlich.

Im weiteren Verlauf kann es allerdings nicht nur zu Zahnfleischbluten kommen. Wenn die Bakterien sich über längere Zeiträume ungehindert verbreiten können, kann dadurch eine Parodontitis entstehen, welche irreversible Schäden verursacht und im schlimmsten Fall sogar die Herzklappe angreifen kann. Viele haben in dem Moment Angst und putzen ein paar Tage nicht, um das Zahnfleisch nicht noch weiter zu reizen. Doch das ist genau falsch! Wenn Sie also „rot sehen“ beim Zähneputzen, sollten Sie weiter und vor allem gründlich putzen.

Tipps wie Sie am besten putzen erhalten Sie direkt in unserer Praxis, wo Sie von unserem Fachpersonal genau gezeigt bekommen, worauf es beim Zähneputzen wirklich ankommt.